Der Pate
Geschrieben von: Carsten Meyer Donnerstag, 02. April 2009 um 11:32 Uhr
Es ist hell, laut, warm. Massen von Menschen singen, tanzen, lachen. Italienisch wird gesprochen, italienisch wird gelacht, italienisch wird getanzt, Männer, Frauen, Kinder toben durcheinander, essen, trinken, genießen eine Hochzeit. Nur einer steht im verborgenen Dunkel, schreitet ab und zu in die feiernde Menge und kehrt dann in seinen finsteren Raum zurück, drückt die Lamellen seines Rollos auseinander und beobachtet die Hochzeit seiner jungen Tochter Connie (Talia Shire) mit Carlo Rizzi (Gianni Russo), deretwegen alle zum Freudenfest zusammengekommen sind.Don Vito Corleone (Marlon Brando) hält Gericht, empfängt Bittsteller, die für ihr Anliegen Gefälligkeiten aller Art anbieten oder danach fragen, welcher Art sie sein sollen. Don Vito ist der Herr, nicht nur im Haus, sondern in der ganzen Welt, die Francis Ford Coppola uns in seinem nun schon 30 Jahre alten Film vorgeführt hat.
Eine abgeschlossene Welt ist das, eine Welt für sich. Und jeder, der es wagt, in sie hinein zu dringen, ohne um Erlaubnis gefragt zu haben, wird unbarmherzig wieder aus ihr heraus katapultiert, wie der Fotograf, der sich erdreistete, Don Emilio Barzini (Richard Conte), einen anderen Clan-Boss der New Yorker Mafia abzulichten. Don Vitos älterer Sohn Santino, genannt Sonny (James Caan), komplimentiert ihn unsanft hinaus, zerstört seinen Fotoapparat und schmeißt ihm ein paar Dollarnoten vor die Füße, als ob er vor ihm ausspucken würde. Letzteres geschieht dem FBI-Agenten, der vor dem Haus der Corleones im Wagen sitzt.
„Der Pate“ zeigt diese Welt als eine Welt für sich – so, als ob es nichts anderes gäbe als den obersten „Richter“ Don Vito, die Dons der anderen vier Mafia-Clans in New York – und das war’s. In diesen ersten Szenen des Films wird schon die gesamte Struktur dieser eigenartigen Welt aufgedeckt. Wir erlebten gerade Sonny, einen leicht zu erregenden Mann. Auch sein Bruder Fredo (John Cazale) ist anwesend und der jüngste der drei Brüder Michael (Al Pacino), der als Soldat – mit Orden ausgezeichnet – gerade aus dem zweiten Weltkrieg gekommen ist, der in die Geschäfte des Clans nicht verwickelt ist und seine Geliebte Kay (Diane Keaton) zur Hochzeit mitgebracht hat...
Genre: Thriller
Laufzeit: 176 Min. (Teil I)
FSK: 16 Jahre
Kritik von Carsten Meyer
Der Pate, die Mutter aller Mafiafilme!
Der bereits 1972 entstandene erste Teil, wurde damals für zehn Oscars nominiert, erhielt jedoch leider nur drei der goldenen Männchen.
Al Pacino spielte in der gestammten Trilogie, Robert De Niro in Teil zwei und natürlich der unvergessene „Godfather“ Marlon Brando in Teil eins.Alle diese grandiosen Schauspieler stellten alles in den Schatten was damals wie heute in irgendeiner Form mit „Mafiafilmen“ zu tun hat.
Eine Kritik für dieses Epos zu schreiben ist ein wenig schwierig, denn kritisieren kann man nichts, aber auch gar nichts.
Der einzig echte Streitpunkt ist die Frage, welcher Teil ist der Beste.
Für mich ist es Teil eins, da Marlon den Paten nicht spielt, sondern in verkörpert.
Oft kopiert, aber nie erreicht… …das ist „Der Pate“
Sensationell!!!
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